LAMBARÉNÉ, GABUN &
COTONOU, BENIN – TÜBINGEN
TB NETZWERK

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PARTNERSCHAFTEN

PARTNERSCHAFT ZWISCHEN:

Universität Tübingen, Institut für Tropenmedizin / Deutschland

&

Centre de Recherches Médicales de Lambaréné (CERMEL) / Gabun

Verbesserung der Behandlung von AIDS/HIV- und Tuberkulose-Patient*innen

Tuberkulose und HIV in Gabun

Tuberkulose (TB) ist eine der 10 häufigsten Todesursachen weltweit. Über 95 % der TB-Todesfälle treten in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen (LMIC) auf. Trotz der Tatsache, dass die Zahl der HIV-Neuinfektionen weltweit und auch in den am stärksten betroffenen afrikanischen Ländern zurückgegangen ist, stellt diese Krankheit immer noch ein großes Problem für die Gesundheitssysteme dieser Länder dar. Eine ununterbrochene Behandlung ist für mit TB und HIV infizierte Patient*innen gleichermaßen wichtig, um die Krankheitslast zu reduzieren und Neuinfektionen sowie Resistenzen gegen die verfügbaren Medikamente zu verhindern.

MEHR ÜBER GABUN

  • Das an der Westküste Afrikas gelegene Gabun ist eines der politisch stabileren Länder der Region. In Gabun leben 2 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 267.667 km².
  • Seit seiner Unabhängigkeit 1960 unterhält Gabun enge Beziehungen zu Frankreich. Im letzten Jahrzehnt gab es Bemühungen, die Wirtschaft und die internationalen Beziehungen zu diversifizieren.
  • Gabun ist ein wichtiger Ölproduzent, aber ein Drittel der Bevölkerung lebt laut Weltbank in Armut.
  • Die Lebenserwartung bei der Geburt liegt in Gabun bei 65 (w) bzw. 68 (m) Jahren.
  • Die Wahrscheinlichkeit, vor dem fünften Lebensjahr zu sterben, lag 2018 bei 45 von 1.000 Geburten.

 

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Patient*innen, die an TB erkrankt sind, müssen das Medikament mindestens ein halbes Jahr lang täglich einnehmen, Patient*innen mit HIV ihr ganzes Leben lang. Eine kontinuierliche Behandlung ist der Schlüssel zum Erfolg. Oft kehren die Patient*innen nicht zur Überwachung ihrer Behandlung in die Gesundheitseinrichtungen zurück und brechen ihre Behandlung ab oder unterbrechen sie. In den 1990er Jahren führten die Länder die sogenannte direkt beobachtete Behandlungsstrategie (DOTS) ein, in der die Medikamenteneinnahme unter Beobachtung durch medizinisches Personal stattfand. Dies hat nicht immer wie erwartet funktioniert.

In Gabun lag die Zahl der TB-Neuinfektionen 2017 bei 529/100.000 und die Sterberate bei 147/100.000. 56.000 Menschen sind mit HIV infiziert, viele von ihnen gleichzeitig mit HIV und TB. 2017 war ein Drittel der Menschen, die an TB starben, auch mit dem HI-Virus infiziert. Die langfristige, regelmäßige und ununterbrochene Behandlung beider Infektionen ist schwierig, aber gleichzeitig die Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung, die zu einem gesunden und symptomfreien (HIV-)Leben führt. In Gabun schließen 50 % der TB-Patient*innen ihre Behandlung nicht ab.

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Die Regierung von Gabun hat die HIV- und TB-Strategien von UNAIDS und der WHO übernommen, aber eine unregelmäßige oder unterbrochene Behandlung von HIV-Infektionen und TB gefährdet das Leben der Menschen. Eine videoüberwachte Behandlung kann daher wesentlich zum Behandlungserfolg beitragen. Mit dem Ziel, die alarmierende Situation zu ändern, begrüßen das gabunische Gesundheitsministerium und das Nationale TB-Programm die Idee, gemeinsam mit der langjährigen deutschen Partnerinstitution die weite Verbreitung von Smartphones zu nutzen, um die Behandlung von Patient*innen mit TB oder einer HIV-Infektion zu verbessern.

Dreiecke 01

eHEALTH

Unsere eHealth-Lösung

Video-beobachtete Behandlung von Patienten mit TB und HIV-Infektion durch Smartphones und Messenger-Apps

Um die Behandlung zu verbessern, nehmen die Patient*innen mit ihren Smartphones und einer App täglich ein Video auf, wenn sie ihre Medikamente nehmen, und senden das Video an eine zentrale Einrichtung. Dort kann medizinisches Personal das Video anschauen und überprüfen, ob die Medikamente richtig eingenommen wurden. Trifft kein Video ein oder wurden die Medikamente nicht ordnungsgemäß eingenommen, kontaktiert das Personal die Patient*innen, um herauszufinden, warum das Video nicht gesendet wurde, oder um sie zu beraten, wie die Medikamente eingenommen werden sollen. Die Patient*innen können so auch unangenehme Nebenwirkungen der Medikamente mitteilen und werden entsprechend beraten.

Das medizinische Partnerzentrum in Gabun verfügt über eine gut funktionierende IT-Abteilung und IT-Spezialist*innen, die die Implementierung unterstützen können. Das beteiligte medizinsiche Personal wird in der Anwendung der Methodik geschult. Die Auswertung der Videos wird von spezialisierten Ärzte*innen beaufsichtigt, um die Qualität der Behandlung und der ergriffenen Maßnahmen zu sichern. Nach der Pilotphase in Gabun soll das Projekt auf Benin ausgeweitet werden. Sowohl das Gesundheitsministerium von Gabun als auch das Nationale TB-Programm unterstützen die Umsetzung der Strategie und sind bestrebt, sie auf das ganze Land auszuweiten, um sie zu einem nachhaltigen Ansatz zu machen.

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Tübingen Logos

Universität Tübingen, Institut für Tropenmedizin / Deutschland

Das Institut für Tropenmedizin (ITM) in Tübingen ist international bekannt für translationale medizinische Forschung zu Infektionskrankheiten. Der Schwerpunkt liegt auf der klinischen Entwicklung von Medikamenten, Impfstoffen und Diagnostika für armutsbedingte Krankheiten (Malaria, Wurminfektionen, Tuberkulose etc.). Das ITM ist ein Kompetenzzentrum für Tropenmedizin in Baden-Württemberg und gehört zum Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF). Einige der acht Forschungsgruppen sind sowohl in Tübingen als auch bei CERMEL in Gabun angesiedelt. Die Forschungspartnerschaft mit CERMEL besteht seit über 20 Jahren und war mit mehr als 80 Drittmittelprojekten an der klinischen Entwicklung fast aller derzeit auf dem Markt befindlichen Malariamedikamente und Behandlungsschemata beteiligt.

Kontakt:

Dr. Andrea Kreidenweiss
Universität Tübingen
Institut für Tropenmedizin
Wilhelmstraße 27
72074 Tübingen
andrea.kreidenweiss@uni-tuebingen.de

cermellogo

Centre de Recherches Médicales de Lambaréné (CERMEL) / Gabun

CERMEL ist eines der wichtigsten medizinischen Forschungszentren in Zentralafrika, das sich vorrangig mit patientenorientierter klinischer Forschung zu armutsbedingten Krankheiten (Malaria, TB etc.) beschäftigt. CERMEL befindet sich auf dem Campus des Albert-Schweitzer-Krankenhauses, einem regionalen Krankenhaus in Lambaréné. CERMEL beschäftigt rund 120 Mitarbeiter*innen in medizinischen, forschungsbezogenen und infrastrukturellen Abteilungen (IT, Verwaltung, Finanz- und Rechnungswesen, Datenmanagement). CERMEL ist Hauptempfänger des nationalen TB-Programms des Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria und leitet das nationale TB-Referenzlabor.

Kontakt:

Dr. Bertrand Lell
CERMEL
Lambaréné
bertrand.lell@cermel.org

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Universität Tübingen, Institut für Tropenmedizin / Deutschland

Das Institut für Tropenmedizin (ITM) in Tübingen ist international bekannt für translationale medizinische Forschung zu Infektionskrankheiten. Der Schwerpunkt liegt auf der klinischen Entwicklung von Medikamenten, Impfstoffen und Diagnostika für armutsbedingte Krankheiten (Malaria, Wurminfektionen, Tuberkulose etc.). Das ITM ist ein Kompetenzzentrum für Tropenmedizin in Baden-Württemberg und gehört zum Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF). Einige der acht Forschungsgruppen sind sowohl in Tübingen als auch bei CERMEL in Gabun angesiedelt. Die Forschungspartnerschaft mit CERMEL besteht seit über 20 Jahren und war mit mehr als 80 Drittmittelprojekten an der klinischen Entwicklung fast aller derzeit auf dem Markt befindlichen Malariamedikamente und Behandlungsschemata beteiligt.

Kontakt:

Dr. Andrea Kreidenweiss
Universität Tübingen
Institut für Tropenmedizin
Wilhelmstraße 27
72074 Tübingen
andrea.kreidenweiss@uni-tuebingen.de

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Centre de Recherches Médicales de Lambaréné (CERMEL) / Gabun

CERMEL ist eines der wichtigsten medizinischen Forschungszentren in Zentralafrika, das sich vorrangig mit patientenorientierter klinischer Forschung zu armutsbedingten Krankheiten (Malaria, TB etc.) beschäftigt. CERMEL befindet sich auf dem Campus des Albert-Schweitzer-Krankenhauses, einem regionalen Krankenhaus in Lambaréné. CERMEL beschäftigt rund 120 Mitarbeiter*innen in medizinischen, forschungsbezogenen und infrastrukturellen Abteilungen (IT, Verwaltung, Finanz- und Rechnungswesen, Datenmanagement). CERMEL ist Hauptempfänger des nationalen TB-Programms des Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria und leitet das nationale TB-Referenzlabor.

Kontakt:

Dr. Bertrand Lell
CERMEL
Lambaréné
bertrand.lell@cermel.org

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Tuberkulose Network
TB NETZWERK

ATSIMO-ANDREFANA REGION, MADAGASKAR – BERLIN

IFAKARA, TANSANIA – BERLIN

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