NAIROBI, KENIA – FRANKFURT
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PARTNERSCHAFTEN

PARTNERSCHAFT ZWISCHEN:

Universitätsklinikum Goethe-Universität Frankfurt (UKF), Abteilung für Infektionskrankheiten, HIV-Therapie und Tropenmedizin / Deutschland

&

Kenyatta National Hospital (KNH) Nairobi / Kenia

Bekämpfung der antimikrobiellen Resistenz in Afrika – ein globales Problem unbekannten Ausmaßes

Bakterien und andere Keime passen sich an, wenn sie antimikrobiellen Behandlungen wie mit Antibiotika ausgesetzt sind. Dadurch entsteht eine Resistenz gegen die eingesetzten Substanzen und die Medikamente verlieren ihre Wirkung. Eine antimikrobielle Resistenz (AMR) kann die Behandlung von häufig auftretenden Infektionen unmöglich machen. Dies führt zu erheblich höheren Kosten im Gesundheitswesen, längeren Behandlungen, Behinderungen und Tod. AMR ist ein globales Problem und muss daher weltweit bekämpft werden, denn es tritt in jedem Land dieser Welt auf.

MEHR ÜBER KENIA

  • Kenia ist eine Republik im Osten Afrikas und mit 48 Millionen Einwohnern das siebtbevölkerungsreichste Land Afrikas.
  • Nairobi ist sowohl die Hauptstadt als auch die größte Stadt, gefolgt von Mombasa und Nakuru.
  • Die Bevölkerungswachstumsrate (2,31 %) und die Fruchtbarkeitsrate (3,57) gehen seit 2012 allmählich zurück.
  • Die Lebenserwartung ist in den letzten zehn Jahren deutlich auf 65,9 Jahre gestiegen, sodass die Menschen in Kenia länger und vermutlich auch gesünder leben.
  • Die Wahrscheinlichkeit, vor dem fünften Lebensjahr zu sterben, lag 2018 bei 41,1 pro 1.000 Lebendgeburten.

 

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Die Hauptursachen für diese Entwicklung sind der übermäßige Einsatz von antimikrobiellen Medikamenten – vor allem in der Landwirtschaft und der Tierhaltung – und unnötige Verschreibungen beim Menschen. Unsachgemäße Anwendung, falsche Dosierung und mangelndes Wissen bei Ärzt*innen und Patient*innen verschärfen das Problem. Ein weiterer Faktor ist die nicht zielgerichtete Antibiotikatherapie bei fehlendem mikrobiologischen Befund. Das Ausmaß der AMR in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen (LMIC) ist weitgehend unbekannt, in erster Linie, weil relevante Daten fehlen.

Da es in Kenia keine Datenbank über lokale Resistenzmuster und die häufigsten Erreger gibt, ist es schwierig, die richtigen Antibiotika auszuwählen. Mit diesem Wissen wäre es jedoch möglich, die Behandlung zu verbessern, nationale Behandlungsrichtlinien zu entwickeln und den unangemessenen Einsatz von Antibiotika zu reduzieren.

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Die kenianische Regierung hat die Notwendigkeit erkannt, diese Situation zu verbessern. Auf der Grundlage des nationalen sowie des bestehenden internationalen Engagements haben die beiden Partneruniversitäten beschlossen, dieses wichtige Problem der öffentlichen Gesundheit anzugehen und sich den globalen Bemühungen anzuschließen, die weitere Entwicklung der Antibiotikaresistenz zu stoppen.

Die gemeinsamen Bemühungen umfassen den Aufbau eines Datenerfassungssystems, eines Überwachungssystems und die Schulung von Laborpersonal zur Identifizierung von Bakterien. So soll herausgefunden werden, welche Bakterien klinisch relevante Infektionen und mögliche Resistenzen gegen die verfügbaren Antibiotikabehandlungen auslösen. Zudem erfolgt die Schulung von Ärzt*innen zum verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotikabehandlungen auf der Grundlage der verfügbaren Informationen. Darüber hinaus unterstützen die Partner die kenianische Regierung bei der Entwicklung von standardisierten Behandlungsleitlinien auf der Grundlage der gesammelten Daten.

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eHEALTH

Unsere eHealth-Lösung

Ein wichtiges Problem, das identifiziert wurde, ist die unzureichende Kommunikation zwischen den betreuenden Ärzt*innen und dem Labor, das die erforderlichen Analysen durchführt. Die Testanfragen erfolgen auf Papier und gehen häufig auf dem Weg zum Labor mit den jeweiligen Proben verloren oder werden verzögert geliefert. Das Gleiche gilt für die Testergebnisse: Sie erreichen die Ärzt*innen oft erst spät oder gar nicht, sodass sie bei klinischen Entscheidungen nicht berücksichtigt werden können.

Deshalb entschieden sich die Partner für einen innovativen Ansatz und entwickelten gemeinsam mit IT-Spezialist*innen ein auf einer App beruhendes System für die Kommunikation zwischen Labor und Ärzt*innen. Damit wird die rechtzeitige Zustellung der Anfrage und des Testergebnisses sowie die Sammlung valider Daten für nachfolgende Analysen und die Entwicklung lokaler evidenzbasierter Leitlinien sichergestellt. Alle entwickelten Tools basieren auf der Basis von frei erhältlicher open-source Software. In Zusammenarbeit mit angrenzenden afrikanischen Regionen wurden die Tools weiter entwickelt und angepasst.

Sechs HKP-geförderte Partnerschaften arbeiten eng im Rahmen des Netzwerks COMBAT AMR zusammen, weil sie den gleichen Ansatz verfolgen und dieselbe IT-Lösung implementieren. COMBAT AMR ermöglicht den Vergleich und die gemeinsame Nutzung von Daten, den Austausch von Erfahrungen und Diskussionen über mögliche Lösungen zum Thema AMR. Das Netzwerk entwickelt regionale Empfehlungen zu AMR und schafft wichtige Synergien.

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PARTNERSCHAFTEN

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Universitätsklinikum Goethe-Universität Frankfurt (UKF), Abteilung für Infektionskrankheiten, HIV-Therapie und Tropenmedizin / Deutschland

Das UKF ist eine von 33 Universitätskliniken in Deutschland. Es hat 32 Fachkliniken und Institute, 1.488 Betten und behandelt im Jahresdurchschnitt 51.112 Patient*innen stationär und 447.939 ambulant. Sein Zweck ist die klinische Versorgung, Forschung und Lehre: „Aus Wissen wird Gesundheit“ ist die Mission des UKF.

Kontakt:

Dr. Frauke Borgans
Universitätsklinikum der Goethe-Universität Frankfurt
Abteilung Infektiologie
Theodor-Stern-Kai 7, Haus 33C
60590 Frankfurt am Main
frauke.borgans@kgu.de

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Kenyatta National Hospital (KNH) Nairobi / Kenia

Das KNH ist die wichtigste nationale Überweisungseinrichtung. Es ist derzeit das größte Überweisungs- und Lehrkrankenhaus des Landes. Das Kenyatta National Hospital beschäftigt über 6.000 Mitarbeiter*innen und verfügt über eine Kapazität von 2.000 Betten mit durchschnittlich 80.000 stationär und 500.000 ambulant behandelten Patient*innen pro Jahr.

Kontakt:

Dr. Lydia Okutoyi
Kenyatta National Hospital
HOD, Patient Safety and Quality Healthcare
Hospital Road Upper Hill
PO Box 20723-00202
Nairobi
lydiakinyuru08@yahoo.com

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Universitätsklinikum Goethe-Universität Frankfurt (UKF), Abteilung für Infektionskrankheiten, HIV-Therapie und Tropenmedizin / Deutschland

Das UKF ist eine von 33 Universitätskliniken in Deutschland. Es hat 32 Fachkliniken und Institute, 1.488 Betten und behandelt im Jahresdurchschnitt 51.112 Patient*innen stationär und 447.939 ambulant. Sein Zweck ist die klinische Versorgung, Forschung und Lehre: „Aus Wissen wird Gesundheit“ ist die Mission des UKF.

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Dr. Frauke Borgans
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Abteilung Infektiologie
Theodor-Stern-Kai 7, Haus 33C
60590 Frankfurt am Main
frauke.borgans@kgu.de

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Das KNH ist die wichtigste nationale Überweisungseinrichtung. Es ist derzeit das größte Überweisungs- und Lehrkrankenhaus des Landes. Das Kenyatta National Hospital beschäftigt über 6.000 Mitarbeiter*innen und verfügt über eine Kapazität von 2.000 Betten mit durchschnittlich 80.000 stationär und 500.000 ambulant behandelten Patient*innen pro Jahr.

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