KAMPALA, UGANDA – LEIPZIG
AMR NETZWERK

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PARTNERSCHAFTEN

PARTNERSCHAFT ZWISCHEN:

Universität Leipzig, Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin / Deutschland

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Kiruddu Referral Hospital, Kampala / Uganda

Bekämpfung der antimikrobiellen Resistenz in Afrika – ein globales Problem unbekannten Ausmaßes

Bakterien und andere Keime passen sich an, wenn sie antimikrobiellen Behandlungen wie mit Antibiotika ausgesetzt sind. Dadurch entsteht eine Resistenz gegen die eingesetzten Substanzen und die Medikamente verlieren ihre Wirkung. Eine antimikrobielle Resistenz (AMR) kann die Behandlung von häufig auftretenden Infektionen unmöglich machen. Dies führt zu erheblich höheren Kosten im Gesundheitswesen, längeren Behandlungen, Behinderungen und Tod. AMR ist ein globales Problem und muss daher weltweit bekämpft werden, denn es tritt in jedem Land dieser Welt auf.

MEHR ÜBER UGANDA

  • Das Land hat 37,6 Millionen Einwohner, die auf einer Fläche von 241.038 km² leben.
  • Die durchschnittliche Fruchtbarkeitsrate liegt bei 5,8 Kindern pro Frau.
  • Seit der Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahr 1962 hat die ostafrikanische Nation einen Militärputsch überstanden, gefolgt von einer brutalen Militärdiktatur, die 1979 endete. Umstrittenen Wahlen im Jahr 1980 folgten ein fünfjähriger Krieg, der den derzeitigen Präsidenten Yoweri Museveni 1986 an die Macht brachte.
  • Uganda hat für seine energische Kampagne gegen HIV/ AIDS viel Lob erhalten.
  • Die Lebenserwartung bei der Geburt beträgt 62 (f) bzw. 52 (m) Jahre.

 

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Die Hauptursachen für diese Entwicklung sind der übermäßige Einsatz von antimikrobiellen Medikamenten – vor allem in der Landwirtschaft und der Tierhaltung – und unnötige Verschreibungen beim Menschen. Unsachgemäße Anwendung, falsche Dosierung und mangelndes Wissen bei Ärzt*innen und Patient*innen verschärfen das Problem. Ein weiterer Faktor ist die nicht zielgerichtete Antibiotikatherapie bei fehlendem mikrobiologischen Befund. Das Ausmaß der AMR in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen (LMIC) ist weitgehend unbekannt, in erster Linie, weil relevante Daten fehlen.

Dies ist auch in Uganda der Fall: Das Land ist mit einer kontinuierlichen Zunahme von Antibiotikaresistenzen gegen verfügbare Antibiotika konfrontiert ist. Das genaue Ausmaß des Problems ist – wie in vielen LMICs – aus Mangel an Daten unbekannt.

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Die ugandische Regierung hat die Notwendigkeit erkannt, diese Situation zu verbessern. Auf der Grundlage des nationalen sowie des bestehenden internationalen Engagements haben die beiden Partnerinstitutionen beschlossen, dieses wichtige Problem der öffentlichen Gesundheit anzugehen und sich den globalen Bemühungen anzuschließen, die weitere Entwicklung von AMR zu stoppen.

Die gemeinsamen Bemühungen umfassen den Aufbau eines Datenerfassungssystems, eines Überwachungssystems und die Schulung von Laborpersonal zur Identifizierung von Bakterien. So soll herausgefunden werden, welche Bakterien klinisch relevante Infektionen und mögliche Resistenzen gegen die verfügbaren Antibiotikabehandlungen auslösen. Zudem erfolgt die Schulung von Ärzt*innen zum verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotikabehandlungen auf der Grundlage der verfügbaren Informationen. Darüber hinaus unterstützen die Partner die ugandische Regierung bei der Entwicklung von standardisierten Behandlungsleitlinien auf der Grundlage der gesammelten Daten.

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eHEALTH

Unsere eHealth-Lösung

Ein wichtiges Problem, das identifiziert wurde, ist die unzureichende Kommunikation zwischen den betreuenden Ärzt*innen und dem Labor, das die erforderlichen Analysen durchführt. Die Testanfragen erfolgen auf Papier und gehen häufig auf dem Weg zum Labor mit den jeweiligen Proben verloren oder werden verzögert geliefert. Das Gleiche gilt für die Testergebnisse: Sie erreichen die Ärzt*innen oft erst spät oder gar nicht, sodass sie bei klinischen Entscheidungen nicht berücksichtigt werden können.

Deshalb entschieden sich die Partner für einen innovativen Ansatz und entwickelten gemeinsam mit IT-Spezialist*innen ein auf einer App beruhendes System für die Kommunikation zwischen Labor und Ärzt*innen. Damit wird die rechtzeitige Zustellung der Anfrage und des Testergebnisses sowie die Sammlung valider Daten für nachfolgende Analysen und die Entwicklung lokaler evidenzbasierter Leitlinien sichergestellt. Alle entwickelten Tools basieren auf der Basis von frei erhältlicher open-source Software. In Zusammenarbeit mit angrenzenden afrikanischen Regionen wurden die Tools weiter entwickelt und angepasst.

Sechs HKP-geförderte Partnerschaften arbeiten eng im Rahmen des Netzwerks COMBAT AMR zusammen, weil sie den gleichen Ansatz verfolgen und dieselbe IT-Lösung implementieren. COMBAT AMR ermöglicht den Vergleich und die gemeinsame Nutzung von Daten, den Austausch von Erfahrungen und Diskussionen über mögliche Lösungen zum Thema AMR. Das Netzwerk entwickelt regionale Empfehlungen zu AMR und schafft wichtige Synergien.

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PARTNERSCHAFTEN

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Uni Leipzig

Universität Leipzig, Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin / Deutschland

Innerhalb der Universität Leipzig ist das Universitätsklinikum Leipzig ein wesentlicher Bestandteil der stationären und ambulanten Versorgung im Freistaat Sachsen. Der Campus umfasst rund 50 Kliniken und Institute, die nahezu alle medizinischen Disziplinen auf universitärem Niveau abdecken. Derzeit sind über 6.000 Mitarbeiter*innen in der klinischen Versorgung, Forschung und Lehre tätig.

Die Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin ist Teil der Klinik für Gastroenterologie. Zurzeit hat die Abteilung drei spezialisierte Konsiliarärzt*innen und zwei Assistenzärzt*innen. Die Konsiliarärzt*innen sind für die stationäre und ambulante Behandlung des gesamten Spektrums der Infektions- und Tropenkrankheiten zuständig.

Kontakt:

Dr. med. Amrei von Braun
Universiätsklinikum Leipzig
Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin
Liebigstraße 20
04103 Leipzig
+49 341 97 24970
amrei.braun@medizin.uni-leipzig.de

Kiruddu Referral Hospital Kampala / Uganda

Das Kiruddu Referral Hospital ist ein öffentliches Tertiärkrankenhaus in Kampala, der Hauptstadt Ugandas. Das Krankenhaus wird direkt vom Gesundheitsministerium verwaltet. Patient*innen aus dem ganzen Land werden zur Behandlung nach Kiruddu überwiesen. Außerdem dient das Kiruddu als Lehrkrankenhaus für Medizinstudent*innen des College of Health Sciences der Makerere-Universität. Das Krankenhaus verfügt über eine Kapazität von 200 Betten für die stationäre Behandlung und 14 Ambulanzen, in denen täglich etwa 300 bis 500 Patient*innen behandelt werden. Das Krankenhaus verfügt unter anderem über die größte Station für Infektionskrankheiten im Land sowie über die einzige Station, die auf die Behandlung von Patient*innen mit Verbrennungen spezialisiert ist.

Kontakt:

Dr. med. Charles Kabugo
Kiruddu Referral Hospital
Geschäftsführer
Buziga Hill
Makindye Division
Kampala
kabugocharles@hotmail.com

WEITERE INFORMATIONEN

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Universität Leipzig, Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin / Deutschland

Innerhalb der Universität Leipzig ist das Universitätsklinikum Leipzig ein wesentlicher Bestandteil der stationären und ambulanten Versorgung im Freistaat Sachsen. Der Campus umfasst rund 50 Kliniken und Institute, die nahezu alle medizinischen Disziplinen auf universitärem Niveau abdecken. Derzeit sind über 6.000 Mitarbeiter*innen in der klinischen Versorgung, Forschung und Lehre tätig.

Die Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin ist Teil der Klinik für Gastroenterologie. Zurzeit hat die Abteilung drei spezialisierte Konsiliarärzt*innen und zwei Assistenzärzt*innen. Die Konsiliarärzt*innen sind für die stationäre und ambulante Behandlung des gesamten Spektrums der Infektions- und Tropenkrankheiten zuständig.

Kontakt:

Dr. med. Amrei von Braun
Universiätsklinikum Leipzig
Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin
Liebigstraße 20
04103 Leipzig
+49 341 97 24970
amrei.braun@medizin.uni-leipzig.de

Uni Leipzig

Kiruddu Referral Hospital Kampala / Uganda

Das Kiruddu Referral Hospital ist ein öffentliches Tertiärkrankenhaus in Kampala, der Hauptstadt Ugandas. Das Krankenhaus wird direkt vom Gesundheitsministerium verwaltet. Patient*innen aus dem ganzen Land werden zur Behandlung nach Kiruddu überwiesen. Außerdem dient das Kiruddu als Lehrkrankenhaus für Medizinstudent*innen des College of Health Sciences der Makerere-Universität. Das Krankenhaus verfügt über eine Kapazität von 200 Betten für die stationäre Behandlung und 14 Ambulanzen, in denen täglich etwa 300 bis 500 Patient*innen behandelt werden. Das Krankenhaus verfügt unter anderem über die größte Station für Infektionskrankheiten im Land sowie über die einzige Station, die auf die Behandlung von Patient*innen mit Verbrennungen spezialisiert ist.

Kontakt:

Dr. med. Charles Kabugo
Kiruddu Referral Hospital
Geschäftsführer
Buziga Hill
Makindye Division
Kampala
kabugocharles@hotmail.com

AMR Network
AMR NETZWERK

Kumasi, Ghana – Hamburg

Asella, Äthiopien – Düsseldorf

Jimma, Äthiopien – Munich

Butare, Ruanda – Berlin

Nairobi, Kenia – Frankfurt

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