BUTARE, RUANDA – BERLIN
AMR NETZWERK

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PARTNERSCHAFTEN

PARTNERSCHAFT ZWISCHEN:

Charité – Universitätsmedizin Berlin, Institut für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit / Deutschland

&

International Health and University Teaching Hospital of Butare (CHUB) / Ruanda

Bekämpfung der antimikrobiellen Resistenz in Afrika – ein globales Problem unbekannten Ausmaßes

Bakterien und andere Keime passen sich an, wenn sie antimikrobiellen Behandlungen wie mit Antibiotika ausgesetzt sind. Dadurch entsteht eine Resistenz gegen die eingesetzten Substanzen und die Medikamente verlieren ihre Wirkung. Eine antimikrobielle Resistenz (AMR) kann die Behandlung von häufig auftretenden Infektionen unmöglich machen. Dies führt zu erheblich höheren Kosten im Gesundheitswesen, längeren Behandlungen, Behinderungen und Tod. AMR ist ein globales Problem und muss daher weltweit bekämpft werden, denn es tritt in jedem Land dieser Welt auf.

MEHR ÜBER RUANDA

  • Ruanda ist ein kleiner Binnenstaat im östlichen Zentralafrika mit 11,9 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von 26.338 km².
  • Ruanda unternimmt große Anstrengungen, seine Wirtschaft zu stärken, wobei die Kaffee und Tee zu den Hauptexportgütern gehören.
  • Die Weltbank hat Ruandas „bemerkenswerte Entwicklungserfolge“ gelobt, die dazu beigetragen haben, Armut und Ungleichheit zu reduzieren.
  • Die Lebenserwartung bei der Geburt beträgt in Ruanda 66 (m) bzw. 70 (w) Jahre.
  • Die Wahrscheinlichkeit, vor dem fünften Lebensjahr zu sterben, liegt bei 35 von 1.000 Lebendgeburten.
  • Recovering after a terrible genocide (1994), Rwanda makes strong efforts to strengthen its economy, with coffee and tea production among its main exports.

 

RuandaPoligon

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Die Hauptursachen für diese Entwicklung sind der übermäßige Einsatz von antimikrobiellen Medikamenten – vor allem in der Landwirtschaft und der Tierhaltung – und unnötige Verschreibungen beim Menschen. Unsachgemäße Anwendung, falsche Dosierung und mangelndes Wissen bei Ärzt*innen und Patient*innen verschärfen das Problem. Ein weiterer Faktor ist die nicht zielgerichtete Antibiotikatherapie bei fehlendem mikrobiologischen Befund. Das Ausmaß der AMR in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen (LMIC) ist weitgehend unbekannt, in erster Linie, weil relevante Daten fehlen.

Dies ist auch in Ruanda der Fall: Das Land ist mit einer kontinuierlichen Zunahme von Antibiotikaresistenzen gegen verfügbare Antibiotika konfrontiert. Das genaue Ausmaß des Problems ist – wie in vielen LMICs – aus Mangel an Daten unbekannt.

Vor diesem Hintergrund werden mehr Informationen über die regionale und lokale Erreger- und Resistenzsituation benötigt. Diese Informationen ermöglichen es der Regierung, lokale, nationale und regionale Behandlungsrichtlinien zu entwickeln und anzupassen, und dem medizinischen Personal, das richtige Antibiotikum zu wählen. Die Regierung von Ruanda hat die Notwendigkeit zur Verbesserung dieser Situation erkannt.

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Auf der Grundlage des nationalen sowie des bestehenden internationalen Engagements haben die beiden Partneruniversitäten beschlossen, dieses wichtige Problem der öffentlichen Gesundheit in Angriff zu nehmen und sich den globalen Bemühungen anzuschließen, die weitere Entwicklung der AMR zu stoppen.

Die gemeinsamen Bemühungen umfassen den Aufbau eines Datenerfassungssystems, eines Überwachungssystems und die Schulung von Laborpersonal zur Identifizierung von Bakterien. So soll herausgefunden werden, welche Bakterien klinisch relevante Infektionen und mögliche Resistenzen gegen die verfügbaren Antibiotikabehandlungen auslösen. Zudem erfolgt die Schulung von Ärzt*innen zum verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotikabehandlungen auf der Grundlage der verfügbaren Informationen. Darüber hinaus unterstützen die Partner die ruandische Regierung bei der Entwicklung von standardisierten Behandlungsleitlinien auf der Grundlage der gesammelten Daten.

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eHEALTH

Unsere eHealth-Lösung

Ein wichtiges Problem, das identifiziert wurde, ist die unzureichende Kommunikation zwischen den betreuenden Ärzt*innen und dem Labor, das die erforderliche Analyse durchführt. Die Testanfragen erfolgen auf Papier und gehen häufig auf dem Weg zum Labor mit den jeweiligen Proben verloren oder werden verzögert geliefert. Das Gleiche gilt für die Testergebnisse: Sie erreichen die Ärzt*innen oft erst spät oder gar nicht, sodass sie bei klinischen Entscheidungen nicht berücksichtigt werden können.

Deshalb entschieden sich die Partner für einen innovativen Ansatz und entwickelten gemeinsam mit IT-Spezialist*innen ein auf einer App beruhendes System für die Kommunikation zwischen Labor und Ärzt*innen. Damit wird die rechtzeitige Zustellung der Anfrage und des Testergebnisses sowie die Sammlung valider Daten für nachfolgende Analysen und die Entwicklung lokaler evidenzbasierter Leitlinien sichergestellt. Alle entwickelten Tools basieren auf der Basis von frei erhältlicher open-source Software. In Zusammenarbeit mit angrenzenden afrikanischen Regionen wurden die Tools weiter entwickelt und angepasst.

Sechs HKP-geförderte Partnerschaften arbeiten eng im Rahmen des Netzwerks COMBAT AMR zusammen, weil sie den gleichen Ansatz verfolgen und dieselbe IT-Lösung implementieren. COMBAT AMR ermöglicht den Vergleich und die gemeinsame Nutzung von Daten, den Austausch von Erfahrungen und Diskussionen über mögliche Lösungen zum Thema AMR. Das Netzwerk entwickelt regionale Empfehlungen zu AMR und schafft wichtige Synergien.

ALLE
PARTNERSCHAFTEN

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Charité – Universitätsmedizin Berlin / Deutschland

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin ist eine der größten Universitätskliniken in Europa und das älteste Krankenhaus von Berlin. Sie repräsentiert die medizinische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin und der Freien Universität Berlin und ist korporatives Mitglied des Berlin Institute of Health. Klinische Versorgung, Forschung und Lehre werden von Ärzt*innen und Forscher*innen auf höchstem internationalen Niveau geleistet. Die Charité steht für eine moderne medizinische Ausbildung in Deutschland mit hohem wissenschaftlichen Anspruch und verbindet Fürsorge, Verantwortung, Respekt und Unternehmertum in der Universitätsmedizin. Die Charité ist stolz darauf, mehr als die Hälfte aller deutschen Nobelpreisträger*innen für Physiologie oder Medizin hervorgebracht zu haben, darunter Emil von Behring, Robert Koch und Paul Ehrlich.

Kontakt:

Prof. Dr. med. Frank Mockenhaupt & Dr. med. Franziska Hommes
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Institut für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit
Campus Virchow-Klinikum
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
T: +49 30 450 565700
F: +49 30 450 565989
frank.mockenhaupt@charite.de
franziska.hommes@charite.de

International Health and University Teaching Hospital of Butare (CHUB) / Ruanda

Das CHUB ist ein 500-Betten-Krankenhaus in der Stadt Huye in der Südprovinz Ruandas. Es versorgt eine Bevölkerung von über 3,7 Millionen Menschen in der Südprovinz sowie einige Bezirke der Westprovinz, die zu etwa 90 % ländlich geprägt sind.
Die Pathologieabteilung (Labor) des CHUBs ist die älteste des Landes. Während der Kolonialzeit war es das einzige Referenzlabor für Ruanda, Urundi (Burundi) und Kongo Belge (Demokratische Republik Kongo). Die Pathologieabteilung des CHUB ist die einzige, die Empfindlichkeitstests in den südlichen und westlichen Provinzen durchführen kann.

Kontakt:

Djibril Mbarushimana MD, MMed
Universität von Ruanda
College of Medicine and Health Sciences
Leiter der Abteilung für Pathologie an der CHUB
Juniorprofessor an der School of Medicine and Pharmacy
djidji01@gmail.com

WEITERE INFORMATIONEN

ABOUT

Charité – Universitätsmedizin Berlin / Deutschland

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin ist eine der größten Universitätskliniken in Europa und das älteste Krankenhaus von Berlin. Sie repräsentiert die medizinische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin und der Freien Universität Berlin und ist korporatives Mitglied des Berlin Institute of Health. Klinische Versorgung, Forschung und Lehre werden von Ärzt*innen und Forscher*innen auf höchstem internationalen Niveau geleistet. Die Charité steht für eine moderne medizinische Ausbildung in Deutschland mit hohem wissenschaftlichen Anspruch und verbindet Fürsorge, Verantwortung, Respekt und Unternehmertum in der Universitätsmedizin. Die Charité ist stolz darauf, mehr als die Hälfte aller deutschen Nobelpreisträger*innen für Physiologie oder Medizin hervorgebracht zu haben, darunter Emil von Behring, Robert Koch und Paul Ehrlich.

Kontakt:

Prof. Dr. med. Frank Mockenhaupt & Dr. med. Franziska Hommes
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Institut für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit
Campus Virchow-Klinikum
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
T: +49 30 450 565700
F: +49 30 450 565989
frank.mockenhaupt@charite.de
franziska.hommes@charite.de

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International Health and University Teaching Hospital of Butare (CHUB) / Ruanda

Das CHUB ist ein 500-Betten-Krankenhaus in der Stadt Huye in der Südprovinz Ruandas. Es versorgt eine Bevölkerung von über 3,7 Millionen Menschen in der Südprovinz sowie einige Bezirke der Westprovinz, die zu etwa 90 % ländlich geprägt sind.
Die Pathologieabteilung (Labor) des CHUBs ist die älteste des Landes. Während der Kolonialzeit war es das einzige Referenzlabor für Ruanda, Urundi (Burundi) und Kongo Belge (Demokratische Republik Kongo). Die Pathologieabteilung des CHUB ist die einzige, die Empfindlichkeitstests in den südlichen und westlichen Provinzen durchführen kann.

Kontakt:

Djibril Mbarushimana MD, MMed
Universität von Ruanda
College of Medicine and Health Sciences
Leiter der Abteilung für Pathologie an der CHUB
Juniorprofessor an der School of Medicine and Pharmacy
djidji01@gmail.com

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Asella, Äthiopien – Düsseldorf

Jimma, Äthiopien – München

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