ATSIMO-ANDREFANA REGION, MADAGASKAR – BERLIN
TB NETZWERK

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PARTNERSCHAFTEN

PARTNERSCHAFT ZWISCHEN:

Charité – Universitätsmedizin Berlin
Institut für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit / Deutschland

&

Nationales TB-Programm in Madagaskar, Universität von Toliara und Ärzte für Madagaskar / Madagaskar

Digitalisierung unterstützt die Umsetzung der nationalen Tuberkulose-Strategie in 22 Gesundheitszentren in Madagaskar

Tuberkulose (TB) gehört immer noch zu den 10 häufigsten Todesursachen weltweit. Über 95 % der TB-Todesfälle treten in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen (LMIC) auf. Die zunehmende Resistenz der TB-verursachenden Bakterien gegen verfügbare Medikamente hat die Situation verschlimmert.

MEHR ÜBER MADAGASKAR

  • Madagaskar, vor der Südostküste Afrikas gelegen, ist die viertgrößte Insel der Welt mit 25 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von 587.041 km².
  • Der Inselstaat hat sich in der Isolation entwickelt und ist für seine einzigartige Tierwelt berühmt. Traditionell basiert die madagassische Wirtschaft auf dem Anbau von Reis, Kaffee, Vanille und Nelken.
  • Trotz seines Reichtums an natürlichen Ressourcen und seiner – dank seiner einzigartigen Flora und Fauna –Tourismusindustrie bleibt das Land eines der ärmsten der Welt und ist stark von ausländischer Hilfe abhängig.
  • Die Lebenserwartung bei der Geburt liegt in Madagaskar bei 65 (m) / 68 (w) Jahren.
  • Die Wahrscheinlichkeit, vor dem fünften Lebensjahr zu sterben, lag 2016 bei 54 pro 1.000 Geburten.

 

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Alle Länder haben auf der Grundlage der WHO-Empfehlungen nationale TB-Strategien und entsprechende Jahresarbeitspläne entwickelt. Zentren für Diagnose und Behandlung wurden eingerichtet, auch in abgelegenen ländlichen Gebieten. Eine effektive Planung der Behandlung von TB-Patient*innen ist jedoch nur möglich, wenn zuverlässige und kontinuierlich gesammelte Daten auf allen Ebenen der Versorgung verfügbar sind.

Der Mangel an Daten erschwert die effektive Planung der Behandlung von TB-Patient*innen. Die Verbesserung der Qualität der Datenerfassung und der Geschwindigkeit des Datenaustauschs führt zu einer niedrigeren Infektionsrate, einer besseren Versorgung und weniger Todesfällen und bringt uns einer TB-freien Welt näher.

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In Madagaskar leiden immer noch viele Menschen an TB. 2018 waren es über 61.000. Und das trotz des Nationalen Tuberkulose- und Lepra-Programms der Regierung, das den Empfehlungen der WHO folgt. Zentren zur Diagnose und Behandlung von TB-Patient*innen wurden eingerichtet, auch in ländlichen Gebieten, und bieten eine kostenlose Versorgung an.

Ein großes Handicap ist der Mangel an verlässlichen Daten für die Planung von Präventionsaktivitäten und die Versorgung von TB-Patient*innen. Die regelmäßige Meldung von Aktivitäten und Patientendaten erfolgt auf Papier, was langsam und fehleranfällig ist und leicht zu falschen oder fehlenden Daten führen kann.

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat sich zusammen mit dem Nationalen TB-Programm in Madagaskar, der Universität von Toliara und der NGO Ärzte für Madagaskar zusammengeschlossen, um dieses Problem in einer der ärmsten Regionen des Landes anzugehen. Die Aktivitäten konzentrieren sich auf 22 TB-Diagnose- und Behandlungszentren in der Region Atsimo-Andrefana in Madagaskar, wo die Situation besonders schwierig ist.

 

Bekämpfung der Geschlechterungleichheit

Die Projektpartner haben sich verpflichtet, die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern zu bekämpfen. Sie weisen beispielsweise auf den relativ geringen Anteil von Frauen hin, die in der TB-Behandlung arbeiten, vor allem im ländlichen Madagaskar. Die Partner gehen auf diese Situation ein, indem sie die Ausbildung von weiblichem Gesundheitspersonal für die TB-Versorgung fördern.

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eHEALTH

Unsere eHealth-Lösung

Wesentliche Prozesse der TB-Versorgungsüberwachung in diesen abgelegenen ländlichen Gebieten werden von den Partnern digitalisiert. Eine App namens eTB ermöglicht die Dateneingabe über ein Tablet oder Mobiltelefon und die digitale Übermittlung an regionale Behörden. Dies soll die Datenqualität und den Datenaustausch verbessern, was die Krankheitsüberwachung und die Genauigkeit der auf nationaler Ebene geteilten Informationen erhöht. Die Digitalisierung erstreckt sich auch auf finanzielle Prozesse, einschließlich des Managements der Lieferkette und der Überweisung von Geldern an lokale TB-Versorgungszentren. Dadurch wird die Verfügbarkeit von Ressourcen sichergestellt, die für die Aktivitäten der Gesundheitseinrichtungen benötigt werden.

Das Gesundheitspersonal in den jeweiligen Zentren wird in Online-Kursen, Präsenzveranstaltungen und im Austausch mit deutschen Partnern in den Bereichen Datenerfassung, Epidemiologie und Nutzung digitaler Tools geschult. Um eine Skalierung des Ansatzes und die Beteiligung anderer Teile des Inselstaates zu ermöglichen, entwickeln die Partner ein Kurscurriculum für epidemiologisches Grundwissen, ein Betriebshandbuch und ein standardisiertes Vorgehen. Da die digitale Lösung auf mTOMADY basiert – einer bereits in Madagaskar eingeführten End-to-End-Plattform, die einen sicheren Datenaustausch gewährleistet und gesundheitsbezogene Zahlungen per Mobiltelefon ermöglicht –, macht diese Kombination ein Upscaling möglich. Das Gesundheitsministerium kann von einer besseren TB-Überwachung, Datenerfassung und einer besseren Gesundheit für die Bevölkerung der gesamten Insel ausgehen.

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PARTNERSCHAFTEN

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Charité – Universitätsmedizin Berlin / Deutschland

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin ist eine der größten Universitätskliniken in Europa und das älteste Krankenhaus von Berlin. Sie repräsentiert die medizinische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin und der Freien Universität Berlin und ist korporatives Mitglied des Berlin Institute of Health. Klinische Versorgung, Forschung und Lehre werden von Ärzt*innen und Forscher*innen auf höchstem internationalen Niveau geleistet. Die Charité steht für eine moderne medizinische Ausbildung in Deutschland mit hohem wissenschaftlichen Anspruch und verbindet Fürsorge, Verantwortung, Respekt und Unternehmertum in der Universitätsmedizin. Die Charité ist stolz darauf, mehr als die Hälfte aller deutschen Nobelpreisträger*innen für Physiologie oder Medizin hervorgebracht zu haben, darunter Emil von Behring, Robert Koch und Paul Ehrlich.

Kontakt:

Nadine Muller, MD
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Institut für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit
Charitéplatz 1
10117 Berlin
nadine.muller@charite.de

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Die Universität von Toliara / Madagaskar

Das Universitätskrankenhaus mit der medizinischen Fakultät von Toliara ist das Überweisungskrankenhaus für die Projektregion Atsimo-Andrefana und ist eng mit dem regionalen Referenzzentrum für Tuberkulose verbunden. Die Universität und das TB-Zentrum arbeiten mit dem Bezirkskrankenhaus Ampanihy-Ouest zusammen, das ebenfalls Teil der Partnerschaft ist.

Ärzte für Madagaskar (DFM) / Madagaskar

DFM ist eine NGO und die in Madagaskar registrierte Partnerorganisation von Ärzte für Madagaskar. Die Organisation hat 48 Mitarbeiter*innen, von denen 17 in der madagassischen Projektregion arbeiten. DFM arbeitet eng mit dem Gesundheitsministerium zusammen und ist einer der Partner, die für die alltägliche Umsetzung verantwortlich sind.

Kontakt:

Ärzte für Madagaskar
Près II Y 53bis, Rue Dr Rabenoro
Andrainarivo Antananarivo
Madagaskar

WEITERE INFORMATIONEN

ABOUT

Charité – Universitätsmedizin Berlin / Deutschland

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin ist eine der größten Universitätskliniken in Europa und das älteste Krankenhaus von Berlin. Sie repräsentiert die medizinische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin und der Freien Universität Berlin und ist korporatives Mitglied des Berlin Institute of Health. Klinische Versorgung, Forschung und Lehre werden von Ärzt*innen und Forscher*innen auf höchstem internationalen Niveau geleistet. Die Charité steht für eine moderne medizinische Ausbildung in Deutschland mit hohem wissenschaftlichen Anspruch und verbindet Fürsorge, Verantwortung, Respekt und Unternehmertum in der Universitätsmedizin. Die Charité ist stolz darauf, mehr als die Hälfte aller deutschen Nobelpreisträger*innen für Physiologie oder Medizin hervorgebracht zu haben, darunter Emil von Behring, Robert Koch und Paul Ehrlich.

Kontakt:

Nadine Muller, MD
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Institut für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit
Charitéplatz 1
10117 Berlin
nadine.muller@charite.de

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Die Universität von Toliara / Madagaskar

Das Universitätskrankenhaus mit der medizinischen Fakultät von Toliara ist das Überweisungskrankenhaus für die Projektregion Atsimo-Andrefana und ist eng mit dem regionalen Referenzzentrum für Tuberkulose verbunden. Die Universität und das TB-Zentrum arbeiten mit dem Bezirkskrankenhaus Ampanihy-Ouest zusammen, das ebenfalls Teil der Partnerschaft ist.

Ärzte für Madagaskar (DFM) / Madagaskar

DFM ist eine NGO und die in Madagaskar registrierte Partnerorganisation von Ärzte für Madagaskar. Die Organisation hat 48 Mitarbeiter*innen, von denen 17 in der madagassischen Projektregion arbeiten. DFM arbeitet eng mit dem Gesundheitsministerium zusammen und ist einer der Partner, die für die alltägliche Umsetzung verantwortlich sind.

Kontakt:

Ärzte für Madagaskar
Près II Y 53bis, Rue Dr Rabenoro
Andrainarivo Antananarivo
Madagaskar

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Tuberkulose Network
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IFAKARA, TANSANIA – bERLIN

LAMBARÉNÉ, GABUN & COTONOU, BENIN – TÜBINGEN

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