ASELLA, ÄTHIOPIEN – DÜSSELDORF
AMR NETZWERK

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PARTNERSCHAFTEN

PARTNERSCHAFT ZWISCHEN:

Universitätsklinikum Düsseldorf, Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie / Deutschland

&

Arsi University, Asella Teaching and Referral Hospital / Äthiopien

Antimikrobielle Resistenzen in Äthiopien

Bakterien und andere Keime passen sich an, wenn sie antimikrobiellen Behandlungen wie mit Antibiotika ausgesetzt sind. Dadurch entsteht eine Resistenz gegen die eingesetzten Substanzen und die Medikamente verlieren ihre Wirkung. Eine antimikrobielle Resistenz (AMR) kann die Behandlung von häufig auftretenden Infektionen unmöglich machen. Dies führt zu erheblich höheren Kosten im Gesundheitswesen, längeren Behandlungen, Behinderungen und Tod. AMR ist ein globales Problem und muss daher weltweit bekämpft werden, denn es tritt in jedem Land dieser Welt auf.

MEHR ÜBER ÄTHIOPIEN

  • Äthiopien ist das älteste unabhängige Land und mit 114,7 Millionen Einwohnern das zweitbevölkerungsreichste Land Afrikas. Außerdem ist es das bevölkerungsreichste Binnenland der Welt. Abgesehen von einer fünfjährigen Besatzung durch Mussolinis Italien wurde Äthiopien nie kolonialisiert.
  • 2018 startete Premierminister Abiy Ahmed eine Kampagne zur politischen Liberalisierung seines Landes und versuchte, die Streitigkeiten mit Äthiopiens Nachbarn, insbesondere Eritrea, zu beenden. Das Parlament wählte Sahle-Work Zewde im Oktober 2018 zur ersten weiblichen Präsidentin Äthiopiens.
  • Die Lebenserwartung bei der Geburt liegt in Äthiopien bei 63 (m) bzw. 67 (w) Jahren.
  • Die Wahrscheinlichkeit, vor dem fünften Lebensjahr zu sterben, liegt bei 55,2 von 1.000 Geburten.

ÄthiopienPoligon

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Die Hauptursachen für diese Entwicklung sind der übermäßige Einsatz von antimikrobiellen Medikamenten – vor allem in der Landwirtschaft und der Tierhaltung – und unnötige Verschreibungen beim Menschen. Unsachgemäße Anwendung, falsche Dosierung und mangelndes Wissen bei Ärzt*innen und Patient*innen verschärfen das Problem. Ein weiterer Faktor ist die nicht zielgerichtete Antibiotikatherapie bei fehlendem mikrobiologischen Befund. Das Ausmaß der AMR in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen (LMIC) ist weitgehend unbekannt, in erster Linie, weil relevante Daten fehlen.

Dies ist auch in Äthiopien der Fall: Das Land ist mit einer kontinuierlichen Zunahme von Antibiotikaresistenzen gegen verfügbare Antibiotika konfrontiert. Das genaue Ausmaß des Problems ist – wie in vielen LMICs –aus Mangel an Daten unbekannt. Aufgrund der begrenzten mikrobiologischen Infrastruktur in den meisten Teilen des Landes werden die resistenten Bakterien nicht identifiziert. So wissen selbst die Behörden nicht, welche Medikamente noch wirksam sind. Aber nur diese Informationen ermöglichen es der Regierung, nationale Behandlungsrichtlinien zu entwickeln, und Medizinern, das richtige Antibiotikum auszuwählen.

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Die äthiopische Regierung hat die Notwendigkeit erkannt, diese Situation zu verbessern. Auf der Grundlage des nationalen sowie des bestehenden internationalen Engagements haben die beiden Partneruniversitäten beschlossen, dieses wichtige Problem der öffentlichen Gesundheit anzugehen und sich den globalen Bemühungen anzuschließen, die weitere Entwicklung der AMR zu stoppen.

Die gemeinsamen Bemühungen umfassen den Aufbau eines Datenerfassungssystems, eines Überwachungssystems und die Schulung von Laborpersonal zur Identifizierung von Bakterien. So soll herausgefunden werden, welche Bakterien klinisch relevante Infektionen und mögliche Resistenzen gegen die verfügbaren Antibiotikabehandlungen auslösen. Zudem erfolgt die Schulung von Ärzt*innen zum verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotikabehandlungen auf der Grundlage der verfügbaren Informationen. Darüber hinaus unterstützen die Partner die äthiopische Regierung bei der Entwicklung von standardisierten Behandlungsleitlinien auf der Grundlage der gesammelten Daten.

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eHEALTH

Unsere eHealth-Lösung

Ein wichtiges Problem, das identifiziert wurde, ist die unzureichende Kommunikation zwischen den betreuenden Ärzt*innen und den Laboren, die die erforderlichen Analysen durchführen. Die Testanfragen erfolgen auf Papier und gehen häufig auf dem Weg zum Labor mit den jeweiligen Proben verloren oder werden verzögert geliefert. Das Gleiche gilt für die Testergebnisse: Sie erreichen die Ärzt*innen oft erst spät oder gar nicht, sodass sie bei klinischen Entscheidungen nicht berücksichtigt werden können.

Deshalb entschieden sich die Partner für einen innovativen Ansatz und entwickelten gemeinsam mit IT-Spezialist*innen ein auf einer App beruhendes System für die Kommunikation zwischen Labor und Ärzt*innen. Damit wird die rechtzeitige Zustellung der Anfrage und des Testergebnisses sowie die Sammlung valider Daten für nachfolgende Analysen und die Entwicklung lokaler evidenzbasierter Leitlinien sichergestellt. Alle entwickelten Tools basieren auf der Basis von frei erhältlicher open-source Software. In Zusammenarbeit mit angrenzenden afrikanischen Regionen wurden die Tools weiter entwickelt und angepasst.

Sechs HKP-geförderte Partnerschaften arbeiten eng im Rahmen des Netzwerks COMBAT AMR zusammen, weil sie den gleichen Ansatz verfolgen und dieselbe IT-Lösung implementieren. COMBAT AMR ermöglicht den Vergleich und die gemeinsame Nutzung von Daten, den Austausch von Erfahrungen und Diskussionen über mögliche Lösungen zum Thema AMR. Das Netzwerk entwickelt regionale Empfehlungen zu AMR und schafft wichtige Synergien.

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PARTNERSCHAFTEN

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Universitätsklinikum Düsseldorf, Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie / Deutschland

Die Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektionskrankheiten ist eine der führenden Einrichtungen für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin in Deutschland. Das neu errichtete Leber- und Infektiologiezentrum beherbergt spezialisierte Ambulanzen und Stationen, die das gesamte Spektrum der Infektions- und Tropenkrankheiten abdecken. Dies schließt Impf- und Reiseberatung, Hepatitis- und HIV-Therapie, Diagnostik und Therapie von Tropenkrankheiten sowie die Behandlung hochansteckender und pathogener Erkrankungen in der speziellen Isolierstation ein.

Kontakt:

PD Dr. med. Torsten Feldt
Universitätsklinikum Düsseldorf
Oberarzt der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie
Kommiss. Direktor: Prof. Dr. J. G. Bode
Moorenstraße 5
40225 Düsseldorf
torsten.feldt@med.uni-duesseldorf.de

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Das Hirsch-Institut für Tropenmedizin in Asella / Äthiopien

Die Düsseldorfer Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektionskrankheiten gründete 2013 das Hirsch-Institut für Tropenmedizin in Asella, Äthiopien, mit dem Ziel des Wissenstransfers und der Schaffung einer Forschungsplattform für Studien zu Infektionskrankheiten und Tropenmedizin in enger Partnerschaft mit den Spezialist*innen der Arsi University. Die gemeinsamen Forschungs- und Lehraktivitäten umfassen Projekte zu lokal relevanten Themen wie Mutter-Kind-Gesundheit, Krankenhaushygiene, Infektionsprävention, Patientensicherheit und zunehmend auch AMR.

Arsi University – Asella Teaching and Referral Hospital / Äthiopien

Das Asella Teaching and Referral Hospital wurde 1964 gegründet und ist heute Teil der neu gegründeten Arsi University und ihres College of Health Sciences. Als Tertiärkrankenhaus dient es als Überweisungskrankenhaus für die Arsi-Zone und stellt die Gesundheitsversorgung für die mehr als 3,5 Millionen Einwohner sicher. Zu den spezialisierten Abteilungen gehören die Notaufnahme, die Innere Medizin, die Pädiatrie, die Gynäkologie und Geburtshilfe, die Fistelabteilung, die Chirurgie und die Ophthalmologie. Vor Kurzem wurde eine Intensivstation eingerichtet.

Kontakt:

Professor Häussinger
Hirsch-Institut für Tropenmedizin
Institutskoordinator & stellvertretender Direktor
P.O. Box 04
Asella
+251(0)983030837
+251(0)904748338

WEITERE INFORMATIONEN

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Universitätsklinikum Düsseldorf, Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie / Deutschland

Die Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektionskrankheiten ist eine der führenden Einrichtungen für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin in Deutschland. Das neu errichtete Leber- und Infektiologiezentrum beherbergt spezialisierte Ambulanzen und Stationen, die das gesamte Spektrum der Infektions- und Tropenkrankheiten abdecken. Dies schließt Impf- und Reiseberatung, Hepatitis- und HIV-Therapie, Diagnostik und Therapie von Tropenkrankheiten sowie die Behandlung hochansteckender und pathogener Erkrankungen in der speziellen Isolierstation ein.

Kontakt:

PD Dr. med. Torsten Feldt
Universitätsklinikum Düsseldorf
Oberarzt der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie
Kommiss. Direktor: Prof. Dr. J. G. Bode
Moorenstraße 5
40225 Düsseldorf

torsten.feldt@med.uni-duesseldorf.de

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Das Hirsch-Institut für Tropenmedizin in Asella / Äthiopien

Die Düsseldorfer Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektionskrankheiten gründete 2013 das Hirsch-Institut für Tropenmedizin in Asella, Äthiopien, mit dem Ziel des Wissenstransfers und der Schaffung einer Forschungsplattform für Studien zu Infektionskrankheiten und Tropenmedizin in enger Partnerschaft mit den Spezialist*innen der Arsi University. Die gemeinsamen Forschungs- und Lehraktivitäten umfassen Projekte zu lokal relevanten Themen wie Mutter-Kind-Gesundheit, Krankenhaushygiene, Infektionsprävention, Patientensicherheit und zunehmend auch AMR.

Arsi University – Asella Teaching and Referral Hospital / Äthiopien

Das Asella Teaching and Referral Hospital wurde 1964 gegründet und ist heute Teil der neu gegründeten Arsi University und ihres College of Health Sciences. Als Tertiärkrankenhaus dient es als Überweisungskrankenhaus für die Arsi-Zone und stellt die Gesundheitsversorgung für die mehr als 3,5 Millionen Einwohner sicher. Zu den spezialisierten Abteilungen gehören die Notaufnahme, die Innere Medizin, die Pädiatrie, die Gynäkologie und Geburtshilfe, die Fistelabteilung, die Chirurgie und die Ophthalmologie. Vor Kurzem wurde eine Intensivstation eingerichtet.

Kontakt:

Professor Häussinger
Hirsch-Institut für Tropenmedizin
Institutskoordinator & stellvertretender Direktor
P.O. Box 04
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Kumasi, Ghana – Hamburg

Jimma, Äthiopien – München

Butare, Ruanda – Berlin

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Kampala, Uganda – Leipzig

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